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Isabel Barros, Teatro de Marionetas do Porto, Porto
studierte Tanz und Choreographie in Paris, Theaterwissenschaft in Porto und war Gründungsmitglied des Balleteatro Contemporaneo do Porto, das sie mittlerweile als Direktorin leitet. Außerdem ist sie künstlerische Leiterin des Balleteatro Auditorio in Porto.
www.marionetasdoporto.pt
Animation (Die Puppe)

Franziska Becker, Berlin
Kulturwissenschaftlerin und Ethnologin mit Schwerpunkt Europa. In ihrer Dissertation beschäftigte sie sich mit der Migration russischer Juden im Kontext der deutschen Einwanderungspolitik. Weitere Forschungsschwerpunkte sind u.a. Ethnizität, Cultural Performance, Regionalforschung (deutsch-polnisches Grenzgebiet). Franziska Becker ist Wissenschaftliche Assistentin am Institut für Europäische Ethnologie/Kulturwissenschaft an der Universität Marburg.
www.uni-marburg.de/euroethno/fbecker.htm
Vortrag (entfällt wegen Krankheit)

Regina Bendix, Göttingen
Professorin für Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie in Göttingen. Regina Bendix studierte Volkskunde in Zürich; ihre Dissertation befasst sich mit dem Schweizer Gründungsmythos Wilhelm Tell. Sie hat sich außerdem ausführlich mit der Geschichte des Authentizitätsbegriffs in der Kulturwissenschaft beschäftigt. Aktuelle Forschungsschwerpunkte sind Kommunikations- und Erzählforschung, Tourismus und Kultur sowie Brauch- und Ritualforschung.
www.kaee.uni-goettingen.de/personal/bendix/bendixlit.htm
Vortrag

Aeron Bergman und Alejandra Salinas
Lucky Kitchen, New York, Rioja
kommen aus der bildenden Kunst und arbeiten seit 1996 unter dem found-sound, video-game music, field recording, neo-folk Label Lucky Kitchen: "the most human electronic music label". Ausgehend von einer einzigartigen Geräusch-Sammlung mit Aufnahmen von Familienmitgliedern und Freunden, aus Städten, Bars und Landschaften, setzen sie diese in handwerklicher Feinarbeit elektronisch neu zusammen. Es entstehen bizarre Musik- und Hörstücke, die sich mit dem Begriff Folktronic beschreiben lassen.

Hartmut Bitomsky, Los Angeles
Regisseur, Autor und Produzent von Dokumentarfilmen aus Berlin. Seit 1993 ist er Dekan an der School of Film/Video am California Institute of the Arts. Viele seiner über 40 Filme sind ausgezeichnet worden. Thematisch beschäftigt sich Hartmut Bitomsky sowohl mit der jüngeren deutschen Geschichte als auch mit den Implikationen des Mediums Film. Zuletzt entstand sein Meisterwerk über den transkontinentalen US-Bomber B52. Filmauswahl: Deutschlandbilder, Reichsautobahn, Der VW-Komplex (1983-1989), Das Kino und der Tod (1988), Playback (1991).
Film

Matthew Buckingham, New York/Berlin
Seine Installationen befragen die Rolle des kollektiven Gedächtnisses mit den Mitteln der Fotografie, des Films, mit Video- und Audiotechnik. Der Anfang ist oft ein scheinbar alltägliches oder vergessenes Artefakt der Vergangenheit, dessen Bezüge zur Gegenwart Buckingham erforscht, indem er die repräsentative Macht und Wirkung von Bildern und Erzählungen untersucht. Diese Genealogie wird für den Betrachter in den räumlich-architektonischen Strukturen der Installationen ablesbar.
Vortrag

Stefanie Bürkle, Berlin
Künstlerin und Stadtforscherin. Sie arbeitet mit unterschiedlicher Medien wie Malerei, Fotografie, Postkarten und zuletzt einer Tapetenproduktion. Die übliche Wahrnehmung der Stadt überprüft Sie durch neue Lesarten von Projektionsflächen und den Räumen dahinter (le décor et le retour du décor). Das Projekt Beirut Berlin ein Vergleich zweier Städte nach der Teilung, sowie Eiscafé Venezia in Deutschland und zuletzt der Palast der Republik als Berliner Tapete fürs Wohnzimmer sind einige ihrer Arbeiten.
http://www.berlinertapete.de

Nicholas Bussmann, Berlin
Musiker und Komponist, spielt Cello, macht Freejazz, Pop und Clubmusik. Mitgründer von Ich schwitze nie, Blei war sein Lohn, Lickmachine, Gueststar. Spielte unter anderem mit Butch Morris, Otomo Yoshide, Hanno Leichtmann, Captain Akiyama, Nicolas Collins, Andrea Neumann, Christof Kurzmann, John Zorn, Martin Brandmayr, Leonid Soybelman, Lars Rudolph. Organisator von kleinen Festivals. Aktuelle Veröffentlichungen: White Hol: plays the music of the beige oscillator & dj attachee (Kitty Yo, Kapial Band 1: 2 CD (Mosz), Kalkül & Leidenschaft: Wir.
Liebeslieder-Wettbewerb

_________________C

João Paulo Seara Cardoso, Teatro de Marionetas do Porto, Porto
Cardoso studierte Puppenspiel und Theater in Frankreich am Institut International de la Marionette. Seit 1982 beschäftigt er sich auch mit portugiesischen Marionetten. Seine Aufführungen sind eine Mischung aus multimedialer Technologie, traditionellem Puppen- und zeitgenössischem Tanztheater. In den letzten Jahren untersuchte seine Gruppe Teatro de Marionetas do Porto Gestik und Bewegungen der Akteure und Figuren der Großstadt. Das Teatro de Marionetas do Porto erhielt Einladungen zu zahlreichen Festivals. Bilder ansehen
www.marionetasdoporto.pt
Animation (Die Puppe)

Chen Shi-Zheng, New York
studierte bei den Großmeistern und war ein Schauspiel- und Gesangsstar der chinesischen Oper. 1987 emigrierte er in die USA und arbeitet seitdem hauptsächlich als Regisseur. Mit der Aufführung der chinesischen Kunju Oper Pfingstrosen Pavillon im Rahmen des Lincoln Center Festivals 1999 erlangte er Weltruhm. Er entschlackte die Pekingoper von kommerziell-folkloristischen und propagandistischen Überfrachtungen und machte die feinsinnige Ironie dieser traditionellen Kunstform wieder sichtbar. Nach acht Monaten Proben zum Pfingstrosen Pavillon verboten die chinesischen Kulturbehörden den Darstellern jedoch die Ausreise. Nur die aufwendigen Kostüme und das im traditionellen Stil gefertigte Bühnenbild aus Edelhölzern reisten in die USA. Nach einer nochmaligen mehrmonatigen Probenphase wurde die 16 Stunden dauernde Oper zum grandiosen Erfolg mit Gastspielen in Paris, Mailand, Perth, Wien und Berlin. 2000 erhielt er die Auszeichnung zum Chevalier in the Order of Arts and
Letters der französischen Regierung.Bilder ansehen
Schauspiel / Gesang

_________________E

Jil Emerson, Iowa, Berlin
wurde an der University of Iowa zur Tänzerin ausgebildet. In New York tanzte sie bei Mark DeGarmo and Dancers, Eva Dekan Dance, JoAnna Mendl Shaw. Seit 2001 ist sie Ensemblemitglied bei Constanza Macras. Sie ist lizenzierte Pilates-Lehrerin und wurde in Alexander-Technik ausgebildet.
Tanz


_________________F

Harun Farocki, Berlin
Filmemacher, Autor, Produzent und Darsteller. Während der Studentenbewegung in den späten 60er Jahren begann Farocki an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin eine eigenständige Filmsprache zu entwickeln, die sich zwischen politischer Agitation, Dokumentation, Autorenfilm und Filmessay bewegt. Durch kritische Analysen von vorhandenem fotografischen und filmischen Bildmaterial, das Farocki weltweit in den Archiven sammelt und in seinen Filmen neu kombiniert, legt er die technischen, gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Bedeutungszusammenhänge von Bildproduktion und -distribution offen. Seine jüngste Videoinstallation Ich glaubte, Gefangene zu sehen war in der Generali Foundation in Wien und in den Kunst-Werken in Berlin zu sehen. Seit 1966 arbeitet Farocki als Drehbuchautor, Schauspieler und Produzent auch an Filmprojekten anderer Regisseure mit, u. a. bei Christian Petzolds Wolfsburg und Die innere Sicherheit. Filmauswahl: Brecht die Macht der Manipulateure (1969), Der Ärger mit den Bildern (1973), Etwas wird sichtbar (1981), Wie man sieht (1986), Stilleben (1997), Auge/Maschine (2001), Erkennen und Verfolgen (2003).
www.farocki-film.de
Film

Bettina Funcke, New York
Bettina Funcke hat zahlreiche Texte über zeitgenössische Kunst und Kultur publiziert und arbeitet als Editorin an der Dia Art Foundation in New York, wo sie neben den Robert Lehman Lectures on Contemporary Art #2 (2004) an Büchern über Robert Whitman (2003), Alfred Jensen (2003) und Thomas Schütte (2002) mitgewirkt und verschiedene Filmreihen (Robert Smithson, Joan Jonas, Rosemarie Trockel) für das Museum zusammengestellt hat. Sie schreibt regelmäßig für die Kunstzeitschrift Artforum und ihre Texte, wie z. B. Die Erfindung des Publikums als Feind (Zeitwenden, 1999) oder The Masses Are Laughing Back (The Glass Eye, 2000), sind in Katalogen und Zeitschriften erschienen. Zur Zeit promoviert sie in den Fächern Philosophie und Kunsttheorie an der Hochschule für Gestaltung, Karlsruhe.
Vortragsprogramm bildende Kunst


________________________G

Lukas Gähwiler, Basel
studierte Medienkunst in Aargau, arbeitete für Werbeagenturen, ist Videokünstler und Filmemacher.
Film

Jared Gradinger, New York / Berlin
Geboren in Rochester, New York, Ausbildung als Schauspieler und Tänzer. Zusammenarbeit u. a. mit Lynn Shapiro, Maureen Fleming und John Zorn. Als Constanza Macras 2001 nach New York kam, engagierte sie Jared Gradinger für die Performance Dolce Vita 2001 beim Downtown Arts Festival. Wenig später zog Jared nach Berlin und tanzt seither bei Dorky Park. Neben seiner Arbeit als Tänzer hat er einige Kurzfilme realisiert.
Tanz


________________________H

Ulrike Haage
Ulrike Haage is border-crosser, pianist, keyboard-artist, electronic musician, sound-searcher, composer, sound-play-author, director, publisher - a versatile musician who does not fit in any categorisation.

Ulrike Haage grew up in the area of Ruhr / Germany (Ruhrgebiet). She studied in Hamburg music and music-therapy from 1985 to '89 and had a teaching position in the university with the perspective of a successful career within this institution. She was founder, pianist and composer of "Reichlich Weiblich" (translated: plenty female), the first all-women big band in Germany.

Ulrike Haage has been collaborating with Katharina Franck since 1989. Together they formed the core members of the Rainbirds. She never wanted to be a pop-star, but has found she can't help it. Between tours and recording sessions for the Rainbirds, there were other areas of artistic expression for Ulrike Haage; as the theatrical music group Stein (stone), the writing of scores for some of the leading directors at playhouses in several cities, or the improvisation with the musician FM Einheit (unit) in the group Vladimir Estragon, which later became Goto. Here, she extended her already wide spectrum of musical sources to include electronic sounds.As part of the trio Ammer/Haage/Einheit she composed three award-winning, publicly performed audio operas. From 1999 she began collaborating intensively with actress Meret Becker.

Since this time her work has increasingly concentrated on developing a unique style that fuses poetry and music into a single language. She composed the music for the album "Reise Toter" (journey of dead men) in cooperation with the poet Durs Grünbein; with the detective novel author Thea Dorn she developed the artwork "Bombsong" and she set the "Last Words" of William S.Burroughs as well as the written testimonies of the sculptor Louise Bourgeois into music.

Last year, Ulrike Haage has been invited to spent 14 days in Kabul by the just reopened Goethe-Institute/Kabul, where she directed a workshop ending with a great concert, together with native musicians.
In November 2003 she received the German Jazz-price "Albert-Mangelsdorff-Preis" at the Jazz-Festival in Berlin for her "outstanding and continuous achievements in Jazz-music" and her "lifework-achievement".
www.u-version.com


Johannes M. Hedinger, Com&Com, Zürich
Johannes M. Hedinger und Marcus Gossolt gründeten 1997 das Label Com&Com (Commercial Communication). Sie produzieren Filme, Kunst, Theaterstücke, Musik und Bücher, die die Grenze zwischen High Art und Low Culture thematisieren. Parasitär besetzen sie vorhandene Kommunikationswege der Werbung und Massenmedien für ein listiges Inszenierungsspiel von Original und Fälschung. 2003 entwarfen sie eine urbane Legende sowie ein Denkmal mit Namen mocmoc für das Städtchen Romanshorn am Bodensee. Die Enthüllung des Denkmals - ein in Pokemon/Jeff Koons-Manier gehaltenes Fabeltier aus Hartplastik - löste anhaltende Bürgerproteste und eine veritable politische Krise aus. Ihr Film C-Files: Tell Saga ist ein perfekt inszenierter Trailer zu einem abendfüllenden Spielfilm, mit dem Com&Com zur Biennale Venedig 2001 eingeladen wurde. Ihre Kataloge imitieren Fanbücher, ihr Video-Clip Side by Side (2002) landete in den Top 10 der Schweizer Charts. Derzeit arbeitet Com&Com an einem Roadmovie in der Wüste um Las Vegas. Bilder ansehen
www.com-com.ch
Film

Eduardo Hermanson, alias Willow, Rio de Janeiro
1999 beginnt Willows Tanzkarriere mit einem Gastengagement in COMRUA, einer kleinen Tanzcompany in Niterói. Fasziniert von den Bewegungen und den schnellen Beats des Street Dance nimmt Willow an einer Audition teil und wird Mitglied der GRN (Grupo de Rua de Niterói). Seitdem ist er ein entscheidender Tänzer der Company, die zur Zeit vor allem die Beziehungen zwischen Street - und Contemporary Dance erforscht.
www.grupoderua.com.br
Tanz

Helmut Höge, Berlin
Journalist und Autor, Mitarbeit bei Pflasterstrand, ID, Frankfurter Rundschau, Transatlantik und der taz. 1989/90 Rinderpfleger in der LPG Thomas Müntzer Saarmund, danach Herausgeber der Narva-Betriebszeitung Lichtquelle und der Information Ostwind der ostdeutschen Betriebsräteinitiative, daneben Mitarbeit bei Neues Deutschland, Junge Welt, Freitag. Ghostlektor für rund ein Dutzend ausländischer Autoren. Demnächst erscheinen unter eigenem Namen die Bücher Neurosibirsk, Agronauten und WPP (Wölfe-Partisanen-Prostituierte).

Vortrag


________________________J

Darius James, New York / Berlin
seit Ende der 90er Jahre in Berlin lebender Kultautor aus den USA. Seine Bücher Negrophobia (1992), That's Blaxploitation! (1995) und Voodoo Stew (2003) thematisieren die Rolle der Afroamerikaner in der US-amerikanische Popkultur sowie die rassistischen Ikonographien, die sie begleiten.
www.verbrecherverlag.de/autor.php?id=18
Vortrag


________________________K

Stefan Kaegi, unterwegs
Kaegi studierte Kunst in Zürich und Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen. Zusammen mit Bernd Ernst gründete er das Label Hygiene Heute, um theatrale Ready-Mades auf die Bühne zu holen. So wurden in Kaegis Audiotour Kirchner und der Schnitzeljagd Skrot. The Krakow Files die Städte Frankfurt, Gießen, München und Krakau zum begehbaren Bühnenbild. Unter dem Label Rimini Protokoll (mit Helgard Haug und Daniel Wetzel) arbeitet Kaegi an Themen wie mitteleuropäischen Todesarten und Rechtsprechung. Politisch Furore machte die Gruppe, als sie während des Festivals Theater der Welt 2002 im alten, mittlerweile leer stehenden Parlamentsgebäude in Bonn eine aktuelle Berliner Bundestagsdebatte mit Laiendarstellern nachstellte. Mit Deadline ist Rimini Protokoll zum Theatertreffen 2004 nach Berlin eingeladen.
Bilder ansehen
www.rimini-protokoll.de
www.hygieneheute.de
Konzeptkunst

Laura Kikauka, Meaford / Berlin
ist eine selbsternannte Techno-Nymphe und Profi-Heimwerkerin, die das Außergewöhnliche im Alltag findet. Sie kreiert detaillierte collect-o-holic Environments aus Ramsch und Abfallprodukten, in denen sich unorthodoxe Techniken und persönlichen Erfahrungen gegenseitig befruchten. Sie gründete einige legendäre Clubs in Berlin: The glowing Pickle, Spätverkauf und Schmalzwald, und war an zahlreichen internationalen Ausstellungen beteiligt. Die Hälfte der Zeit ist sie ‚Miss Management' um ihre Produkte zu vermarkten und die andere Hälfte der Zeit ‚Miss Understood' um sie zu erklären. Die Hälfte ihre Zeit verbringt sie in der Funny Farm in Meaford, Ontario und die andere in Berlin. Bilder ansehen
www.aktionsgalerie.de/dna/deutsch/ausstellungen/kikauka/
Ehrenpräsidentin

Mxolisi George Khumalo, Born in Soweto in 1971 Mxolisi George Khumalo came to dance via football, running, boxing and the street-dancing cult of his township. After a stint as a waiter he quickly understood how important dance was for him and began taking classes with the Kopano Community Project. Later he was collaborating with the South-African choreographer PJ Sabbagha and giving classes himself to children. He arrived at PARTS in 1997 where he worked with, Thomas Hauert, Jonathan Burrows, Matthias De Koning and others. During his study period he also created a duet with fellow student Moeketsi Koena Blomplek. For his graduation he choreographed a solo, Ulozi in June 2000 followed by Flush in December of that year. Throughout the year of 2000 he participated in the Brussels version of the Bal Moderne where his dance Codesa, set to Kwaito, (South African hip-hop) was an unprecedented success. He is currently working on a new group piece.
Tanz

Mischa Kuball, Düsseldorf
Kuball verknüpft sein Interesse an Architektur, urbanen Strukturen und Psychologie mit den Optionen der Bildenden Kunst. Seine Lichtinstallationen sind temporäre Eingriffe in den bestehenden Stadtorganismus. Er nutzt vorhandene und funktionale Lichtressourcen und verarbeitet sie zusammen mit historischen Recherchen und Interviews mit Anwohnern zu skulpturalen Gesamtprojekten, so z. B. ein Bürohochhaus (Düsseldorf), eine Synagoge (Stommeln bei Köln) oder den Gauleitungsbunker in Lüneburg. Sein Projekt für Berlin beschäftigt sich mit dem Gelände des ehemaligen Kulturforums am Potsdamer Platz. Kuball erhielt unter anderem 1991 das Stipendium für zeitgenössische Fotografie der Alfred Krupp von Bohlen und Halbach Stiftung (Essen), den Förderpreis Bildende Kunst des Landes NRW, ein Arbeitsstipendium des Kunstfonds und ein Stipendium der Villa Massimo. 1999/2000 war er Gastprofessor an der Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig. Bild
www.kuball-art.de
Lichtdesign

Merle Kröger, Berlin
studierte Filmwissenschaft und Journalismus in Berlin und arbeitet seit 1987 als Künstlerin, Kuratorin und Filmemacherin. Kröger war Mitbegründerin und Mitglied der Autoren- und Produzentengruppen Botschaft e.V. und dogfilm. Gemeinsam mit Philip Scheffner gründete sie 2001 die Medienkunstplattform pong, ein Label für Videokunst und elektronische Musik. Ihr erster Krimi Cut! (Argument Verlag Hamburg 2003) spielt in Hamburg und Bombay.
www.pong-berlin.de
Film


________________________M

Constanza Macras, Dorky Park, Buenos Aires / Berlin
Macras entwickelt ihre Stücke als Assoziationsschleudern von sozialen Realitäten, von MTV- und Werbeclips sowie lokalem Berliner Streetdance und Slang. Ihre Compagnie Dorky Park ist eine community der Tanzaktivisten, begabt in Artistik, Slapstick und Striptease. Macras absolvierte eine Tanzausbildung und ein Fashion Design Studium in ihrer Geburtsstadt Buenos Aires und nahm Unterricht in den Studios von Merce Cunningham und Amanda Miller. Zuletzt bespielte Dorky Park mit dem Stück Back to the Present mehrere Etagen in einem leer stehenden Berliner Kaufhaus und erarbeitete mit libanesischen Kinderrappern aus Neukölln das Stück Scratch Neukölln, eine Produktion des Hebbel am Ufer, das im Sommer 2004 zu verschiedenen großen Festivals eingeladen ist. bilder ansehen
www.dorkypark.org
Tanz

Sarat Maharaj, London
Professor für Kunstgeschichte und -theorie am Goldsmith College, University of London; Mitarbeiter in Forschungsprojekten an der Jan Van Eyck Akademie in Maastricht und Rudolf-Arnheim-Professor an der Humboldt Universität, Berlin. Sarat Maharaj ist ein renommierter Kurator und Kulturtheoretiker, u. a. war er 2002 bei der Dokumenta XI in Kassel als Co-Kurator und 2001 als Kurator von Optical.Retinal.Visual.Conceptual am Museum Boijmanns van Beuningen in Rotterdam tätig. Er ist Mitglied im Beirat des Journals Third Text and Visual Culture Writing und schreibt und hält Vorträge zur zeitgenössischen Kunst und Kunstproduktion. www.documenta.de/data/german/index.html
Vortrag


________________________O

Francis K. Onwochei, Lagos
begann seine Karriere 1985 als Schauspieler am National Arts Theatre, Lagos. Seit 1990 arbeitet er in der neu entstehenden Filmszene von Lagos und produzierte u. a. die Spielfilme Raging Storm. Final Onslaught (1998), Tansi (1999) und Saving Alero (2000). Er führte Regie bei zahlreichen TV-Serien, Filmberichten und Werbespots. 1991 schloss er sein Studium der Kartographie und Vermessung an der Federal School of Survying oyo Nigeria ab. Francis Onwochei ist derzeit Generalsekretär der Independent Television Producers Association of Nigeria (ITPAN) und Generaldirektor der Frankochei Productions Limited, einem Film- und Fernsehunternehmen in Lagos.
Vortag


________________________P

Puppetmastaz, Berlin
Aus Berlin schreitet unaufhaltsam ein Haufen Handpuppen voran, um die Menschen endgültig von ihrem unverdienten Thron zu stoßen. Als Waffen dienen ihnen durchgedrehte Electro Beats und freshe MCs. Die Puppetmastaz sind die Schnittstelle zwischen der Muppet-Show und Peter Jacksons Film Meet The Feebles. Bilder und Skizzen
www.puppetmastaz.de
Animation (Die Puppe)

 

________________________Q

Qian Yi, New York
studierte bereits im Alter von zehn Jahren an der Shanghai Opera School die Techniken der Kunju Oper. Das chinesische Kulturministerium attestierte Yi, die beste Kunju-Darstellerin der Nation zu sein. Seit dem Welterfolg Pfingstrosen Pavillon arbeitet sie mit Cheng Shi-Zheng zusammen. Sie unterrichtet Gesang in den Vereinigten Staaten und hält zur Zeit außerdem eine Dozentur am Barnard College inne.
Bilder ansehen
Schauspiel / Gesang

_______________________R

Paul Rooney, London
arbeitet mit Text, Video, Sound und macht Videoclips, CD Editionen (Rooney' CD's), Performances, kleine Opern und Variety Nights. Er untersucht die sozialen und persönlichen Aspekten der Unterhaltungskultur in Komödien, im Storytelling und im Chorgesang. Seine Protagonisten und Mitarbeiter sind Angestellte, Schulkinder und das Publikum in TV Studios.
In der zweiten Jahreshälfte 2004 zeigt die Londoner Galerie Gasworks gemeinsam mit der Angel Row Galerie Nottingham eine von ihm kuratierte Gruppenausstellung mit Sound-Arbeiten, Videos, Installationen und Filmen. Thema ist die Transformation und Entfremdung des Alltags durch Musik. Er war Tate Liverpool MOMART Fellow 2002/2003 und hatte unlängst Ausstellungen in Melbourne, Stockholm, Toronto, Sienna, New York, Washington, St. Petersburg and Utrecht.


________________________S

She She Pop was founded in 1993 at the Institut für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen. Its members are Johanna Freiburg, Fanni Halmburger, Lisa Lucassen, Mieke Matzke, Katharina Oberlik, Ilia Papatheodorou, Berit Stumpf and Sebastian Bark. As a performance collective, we are committed to an ensemble work which emphazises the sharing of history and performative qualities and encourages equal involvement in the work process. Also, because of that, the traditional hierarchy of author, narrator and protagonist is suspended in our performances. The performer as an authorized agent on stage becomes liable. This liability has become one of the prevailing statements and noted features of our work.

In the past years we have worked on a series of performances that are designed by rules. They are in fact games and not plays anymore. Whether it be an auction for the audience ("TRUST!", 1998), where the performers and their artistic qualities are for sale, a live game show ("Live!", 1999), where we compete for the favour of the audience or a race against time ("RULES", 2001), the members of She She Pop enter as candidates or players. In every show, our individual fate unfolds on stage under the eyes of the witnessing spectators and with their participation. As the performance is actuated and shaped by the immediate logic of the competition or the game, we are well trained in combining attributes, prejudices, successes and misfortunes into an instant stage biography and offering it to the audience for identification.

Staging ourselves has become our game, our urge, our mission, our risk. Each production presents a theatre space where the audience watching is made visible. And because it is visible, everything the performer does compulsively turns into a performance. It is a very uncomfortable situation as both sides are on display. The conditions and relations are often the topic of a verbal discourse between performers and audience. It has to be endured with self-irony, openmindedness and a streak of exhibitionism.
Tanz

Niels "Storm" Robitzky, born in northern German in 1969, is a self-taught dancer who studied the hip-hop techniques of B-Boying, Locking and Popping in depth in the 1980s. With countless contacts with hip-hop dancers of the first generation and on travels through Europe and North America he has brought his experiences into this style of dancing. Since 1993 Storm has been living in Berlin where he founded the company "The Storm & Jazzy Project" in 1996, which presented its choreography in theatres and festivals in Europe until the late 90s. In 2000 Storm choreographed the opening gala for the Expo in Hanover and his first solo in 2001: "Solo for two", which has been on tour in Europe since then. The European dance project "Urban Dance Styles" in Amsterdam followed in 2002. Since 2000 Storm has received invitations from the Goethe Institute, as in 2001 with the choreography "Tá Limpo!" and 2002 with "Solo for two", "Tá Limpo!" and the duo "Men at work" in Sao Paulo. His new creation was premiered in 2003: "Slippin' & Slidin'" in Aix-en-Provence
Tanz

SubREAL, Bukarest / Amsterdam
Calin Dan und Iosif Király gründeten SubREAL 1990 in Bukarest. Dan studierte zuvor Kunstwissenschaften und arbeitete als Kunstkritiker und Kurator. Király ist ausgebildeter Fotograf. Mit Arbeiten wie dem Arta Archiv und Interviewing the Cities etabliert das Duo soziale und urbane Archive, die anschließend performativ bearbeitet werden. SubREAL war zu Gast bei wegweisenden Gruppenausstellungen wie der Istanbul Biennale (1992), Biennale Venedig (1993, 1999), Manifesta 1 (1996), Berlin Biennale (1998). Im Neuen Berliner Kunstverein (1996), im Künstlerhaus Bethanien (1995) und in der Akademie Schloss Solitude wurden Einzelausstellungen gezeigt. Bilder ansehen

Konzeptkunst


________________________T

Bernhard Thome, Berlin
studierte Malerei an der Kunstakademie Karlsruhe (Kirkeby/Antes/Th.Kaminsky) und war Meisterschüler bei Stefan Huber. Von 1992-98 arbeitete er mit abcd (art by comprehensive developement), hatte daneben die Firmenleitung bei der Firma HdK (Immobilien/Bauen und Finanzen) inne und absolvierte eine Kochausbildung. Seit 1998 war er Mitbegründer verschiedener Galerien und arbeitet seit 2002 im Zagreus-Projekt und bei concept catering an der Schnittstelle von Kunst und Kochen
Akademie Kantine

Neville Tranter, Stuffed Puppet Theatre, Toowoomba / Amersfoort
1976 gründete Tranter das Stuffed Puppet Theatre in Australien, das er als Schauspieler, Stimmkünstler und Puppenspieler seitdem zur Legende gemacht hat. In seinen Aufführungen kreiert er mit der Konzentration eines Nô- oder Bunraku-Spiels und der Burleske des Kasperletheaters ein oszillierendes Bild des Bösen. In seiner Inszenierung Schicklgruber - Alias Adolf Hitler ließ er Hitler, Göbbels, Göring und Eva Braun auftreten und wagte den Spagat zwischen verkitschten Feindbildern und der Undarstellbarkeit des Grauens. Das Stuffed Puppet Theatre wurde zu zahlreichen Festivals eingeladen und erhielt diverse Auszeichnungen, u.a. den Preis für Beste Performance beim World Festival of Puppet Art in Prag 2001 und den Grand Prix in Zagreb 2002. so sehen die Puppen aus
www.stuffedpuppet.nl
Animation ( Die Puppe)


________________________W

Marina Warner, London
Autorin zahlreicher belletristischer und wissenschaftlicher Bücher mit den thematischen Schwerpunkten Magie, Folklore und Weiblichkeit. Warner erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u.a. wurde ihr als zweiter Frau die Ehre zuteil, die BBC`s Reith Lectures (1994) halten zu dürfen. Publikationen u. a.: Managing Monsters: Sech s Mythen unserer Zeit (1994), eine kritische Analyse der Funktion von Mythen in der zeitgenössischen Gesellschaft. Vom Tier zur Blondine: Über Märchen und ihre Erzähler (1994) und No Go the Bogeyman: Scaring, Lulling, and Making Mock (1998). 2002 erschien Fantastische Metamorphosen, Andere Welten. Zur Zeit arbeitet sie an einer Studie über Geister und ihre Verkörperungen: Figuring the Soul.
www.marinawarner.com/

Vortrag

Dorothee Wenner, Berlin
Freie Filmemacherin, Journalistin, Autorin zahlreicher Bücher und Mitglied im Auswahlkomitee Internationales Forum des Jungen Films/Berlinale. Studium der Literaturwissenschaft in Hamburg. Seit 1988 lebt Dorothee Wenner in Berlin und schreibt unter anderem für die taz und Die Zeit. Ihre letzten Filme waren Die Polen vom Potsdamer Platz (1998), Ladies Special - Der Frauenzug von Bombay (1999) und Happy end in Switzerland (2001). In Wenners Videoinstallation Unser Ausland werfen in Berlin lebende Ausländer einen prüfenden Blick auf Deutschland. Die Experten aus verschiedenen Ländern begeben sich mit ethnographischem Spürsinn auf Feldforschung und kommentieren deutsche Sitten und Eigentümlichkeiten. So erläutert etwa ein Bulgare das deutsche Vereinswesen oder ein indischer Innenarchitekt das Konzept der Gemütlichkeit. Unser Ausland tourt seit einem Jahr durch Deutschland. http://gesichterzeigen.de/unser_ausland/unser_ausland.html
Vortrag

Jossi Wieler, Zürich, Berlin
1951 geboren in der Schweiz, lebte und studierte von 1972 bis 1980 in Israel und inszenierte dort am Habima National Theater. Seit 1982 arbeitet er als Theater- und Opernregisseur in Deutschland und in der Schweiz. Jossi Wieler gilt als einer der radikalsten und klügsten Regisseure der Gegenwart. Seine furiosen, vielfach ausgezeichneten Inszenierungen entstehen in engem Dialog mit Ensemble, Bühnenbild und Dramaturgie. Die nachdenkliche Lektüre jeder sprachlichen und psychologischen Nuance eines Textes führt bei Wieler zu immer wieder anderen Formerfindungen und verblüffenden theatralen Umsetzungen. Zu seinen bekanntesten Inszenierungen zählen Elfriede Jelineks Wolken.Heim. (Schauspielhaus Hamburg, 1994) und er nicht als er (Salzburger Festspiele, 1998), Moses und Aaron (Staatsoper Stuttgart, 2003), Ariadne auf Naxos (Salzburger Festspiele, 2001) und Alkestis (Münchner Kammerspiele, 2002).
Schauspiel / Gesang



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