|
A B C D
E F G H
I J K L
M N O P
Q R S T
U V W
___________________B
Isabel Barros,
Teatro de Marionetas do Porto, Porto
studierte Tanz und Choreographie in Paris, Theaterwissenschaft
in Porto und war Gründungsmitglied des Balleteatro Contemporaneo
do Porto, das sie mittlerweile als Direktorin leitet. Außerdem
ist sie künstlerische Leiterin des Balleteatro Auditorio
in Porto.
www.marionetasdoporto.pt
Animation (Die Puppe)
Franziska Becker,
Berlin
Kulturwissenschaftlerin und Ethnologin mit Schwerpunkt Europa.
In ihrer Dissertation beschäftigte sie sich mit der Migration
russischer Juden im Kontext der deutschen Einwanderungspolitik.
Weitere Forschungsschwerpunkte sind u.a. Ethnizität, Cultural
Performance, Regionalforschung (deutsch-polnisches Grenzgebiet).
Franziska Becker ist Wissenschaftliche Assistentin am Institut
für Europäische Ethnologie/Kulturwissenschaft an der
Universität Marburg.
www.uni-marburg.de/euroethno/fbecker.htm
Vortrag (entfällt wegen Krankheit)
Regina Bendix,
Göttingen
Professorin für Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie
in Göttingen. Regina Bendix studierte Volkskunde in Zürich;
ihre Dissertation befasst sich mit dem Schweizer Gründungsmythos
Wilhelm Tell. Sie hat sich außerdem ausführlich mit
der Geschichte des Authentizitätsbegriffs in der Kulturwissenschaft
beschäftigt. Aktuelle Forschungsschwerpunkte sind Kommunikations-
und Erzählforschung, Tourismus und Kultur sowie Brauch- und
Ritualforschung.
www.kaee.uni-goettingen.de/personal/bendix/bendixlit.htm
Vortrag
Aeron Bergman und Alejandra Salinas
Lucky Kitchen, New York, Rioja
kommen aus der bildenden Kunst und arbeiten seit 1996 unter dem
found-sound, video-game music, field recording, neo-folk Label
Lucky Kitchen: "the most human electronic music label".
Ausgehend von einer einzigartigen Geräusch-Sammlung mit Aufnahmen
von Familienmitgliedern und Freunden, aus Städten, Bars und
Landschaften, setzen sie diese in handwerklicher Feinarbeit elektronisch
neu zusammen. Es entstehen bizarre Musik- und Hörstücke,
die sich mit dem Begriff Folktronic beschreiben lassen.
Hartmut Bitomsky,
Los Angeles
Regisseur, Autor und Produzent von Dokumentarfilmen aus Berlin.
Seit 1993 ist er Dekan an der School of Film/Video am California
Institute of the Arts. Viele seiner über 40 Filme sind ausgezeichnet
worden. Thematisch beschäftigt sich Hartmut Bitomsky sowohl
mit der jüngeren deutschen Geschichte als auch mit den Implikationen
des Mediums Film. Zuletzt entstand sein Meisterwerk über
den transkontinentalen US-Bomber B52. Filmauswahl: Deutschlandbilder,
Reichsautobahn, Der VW-Komplex (1983-1989), Das Kino und der Tod
(1988), Playback (1991).
Film
Matthew Buckingham,
New York/Berlin
Seine Installationen befragen die Rolle des kollektiven Gedächtnisses
mit den Mitteln der Fotografie, des Films, mit Video- und Audiotechnik.
Der Anfang ist oft ein scheinbar alltägliches oder vergessenes
Artefakt der Vergangenheit, dessen Bezüge zur Gegenwart Buckingham
erforscht, indem er die repräsentative Macht und Wirkung
von Bildern und Erzählungen untersucht. Diese Genealogie
wird für den Betrachter in den räumlich-architektonischen
Strukturen der Installationen ablesbar.
Vortrag
Stefanie Bürkle, Berlin
Künstlerin und Stadtforscherin. Sie arbeitet mit unterschiedlicher
Medien wie Malerei, Fotografie, Postkarten und zuletzt einer Tapetenproduktion.
Die übliche Wahrnehmung der Stadt überprüft Sie
durch neue Lesarten von Projektionsflächen und den Räumen
dahinter (le décor et le retour du décor). Das Projekt
Beirut Berlin ein Vergleich zweier Städte nach der Teilung,
sowie Eiscafé Venezia in Deutschland und zuletzt der Palast
der Republik als Berliner Tapete fürs Wohnzimmer sind einige
ihrer Arbeiten.
http://www.berlinertapete.de
Nicholas Bussmann,
Berlin
Musiker und Komponist, spielt Cello, macht Freejazz, Pop und Clubmusik.
Mitgründer von Ich schwitze nie, Blei war sein Lohn, Lickmachine,
Gueststar. Spielte unter anderem mit Butch Morris, Otomo Yoshide,
Hanno Leichtmann, Captain Akiyama, Nicolas Collins, Andrea Neumann,
Christof Kurzmann, John Zorn, Martin Brandmayr, Leonid Soybelman,
Lars Rudolph. Organisator von kleinen Festivals. Aktuelle Veröffentlichungen:
White Hol: plays the music of the beige oscillator & dj attachee
(Kitty Yo, Kapial Band 1: 2 CD (Mosz), Kalkül & Leidenschaft:
Wir.
Liebeslieder-Wettbewerb
_________________C
João Paulo Seara Cardoso,
Teatro de Marionetas do Porto, Porto
Cardoso studierte Puppenspiel und Theater in Frankreich am Institut
International de la Marionette. Seit 1982 beschäftigt er
sich auch mit portugiesischen Marionetten. Seine Aufführungen
sind eine Mischung aus multimedialer Technologie, traditionellem
Puppen- und zeitgenössischem Tanztheater. In den letzten
Jahren untersuchte seine Gruppe Teatro de Marionetas do Porto
Gestik und Bewegungen der Akteure und Figuren der Großstadt.
Das Teatro de Marionetas do Porto erhielt Einladungen zu zahlreichen
Festivals. 
www.marionetasdoporto.pt
Animation (Die Puppe)
Chen Shi-Zheng,
New York
studierte bei den Großmeistern und war ein Schauspiel- und
Gesangsstar der chinesischen Oper. 1987 emigrierte er in die USA
und arbeitet seitdem hauptsächlich als Regisseur. Mit der
Aufführung der chinesischen Kunju Oper Pfingstrosen Pavillon
im Rahmen des Lincoln Center Festivals 1999 erlangte er Weltruhm.
Er entschlackte die Pekingoper von kommerziell-folkloristischen
und propagandistischen Überfrachtungen und machte die feinsinnige
Ironie dieser traditionellen Kunstform wieder sichtbar. Nach acht
Monaten Proben zum Pfingstrosen Pavillon verboten die chinesischen
Kulturbehörden den Darstellern jedoch die Ausreise. Nur die
aufwendigen Kostüme und das im traditionellen Stil gefertigte
Bühnenbild aus Edelhölzern reisten in die USA. Nach
einer nochmaligen mehrmonatigen Probenphase wurde die 16 Stunden
dauernde Oper zum grandiosen Erfolg mit Gastspielen in Paris,
Mailand, Perth, Wien und Berlin. 2000 erhielt er die Auszeichnung
zum Chevalier in the Order of Arts and
Letters der französischen Regierung.
Schauspiel / Gesang
_________________E
Jil Emerson,
Iowa, Berlin
wurde an der University of Iowa zur Tänzerin ausgebildet.
In New York tanzte sie bei Mark DeGarmo and Dancers, Eva Dekan
Dance, JoAnna Mendl Shaw. Seit 2001 ist sie Ensemblemitglied bei
Constanza Macras. Sie ist lizenzierte Pilates-Lehrerin und wurde
in Alexander-Technik ausgebildet.
Tanz
_________________F
Harun Farocki,
Berlin
Filmemacher, Autor, Produzent und Darsteller. Während der
Studentenbewegung in den späten 60er Jahren begann Farocki
an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin eine eigenständige
Filmsprache zu entwickeln, die sich zwischen politischer Agitation,
Dokumentation, Autorenfilm und Filmessay bewegt. Durch kritische
Analysen von vorhandenem fotografischen und filmischen Bildmaterial,
das Farocki weltweit in den Archiven sammelt und in seinen Filmen
neu kombiniert, legt er die technischen, gesellschaftlichen, kulturellen
und politischen Bedeutungszusammenhänge von Bildproduktion
und -distribution offen. Seine jüngste Videoinstallation
Ich glaubte, Gefangene zu sehen war in der Generali Foundation
in Wien und in den Kunst-Werken in Berlin zu sehen. Seit 1966
arbeitet Farocki als Drehbuchautor, Schauspieler und Produzent
auch an Filmprojekten anderer Regisseure mit, u. a. bei Christian
Petzolds Wolfsburg und Die innere Sicherheit. Filmauswahl: Brecht
die Macht der Manipulateure (1969), Der Ärger mit den Bildern
(1973), Etwas wird sichtbar (1981), Wie man sieht (1986), Stilleben
(1997), Auge/Maschine (2001), Erkennen und Verfolgen (2003).
www.farocki-film.de
Film
Bettina Funcke,
New York
Bettina Funcke hat zahlreiche Texte über zeitgenössische
Kunst und Kultur publiziert und arbeitet als Editorin an der Dia
Art Foundation in New York, wo sie neben den Robert Lehman Lectures
on Contemporary Art #2 (2004) an Büchern über Robert
Whitman (2003), Alfred Jensen (2003) und Thomas Schütte (2002)
mitgewirkt und verschiedene Filmreihen (Robert Smithson, Joan
Jonas, Rosemarie Trockel) für das Museum zusammengestellt
hat. Sie schreibt regelmäßig für die Kunstzeitschrift
Artforum und ihre Texte, wie z. B. Die Erfindung des Publikums
als Feind (Zeitwenden, 1999) oder The Masses Are Laughing Back
(The Glass Eye, 2000), sind in Katalogen und Zeitschriften erschienen.
Zur Zeit promoviert sie in den Fächern Philosophie und Kunsttheorie
an der Hochschule für Gestaltung, Karlsruhe.
Vortragsprogramm bildende Kunst
________________________G
Lukas Gähwiler,
Basel
studierte Medienkunst in Aargau, arbeitete für Werbeagenturen,
ist Videokünstler und Filmemacher.
Film
Jared Gradinger,
New York / Berlin
Geboren in Rochester, New York, Ausbildung als Schauspieler und
Tänzer. Zusammenarbeit u. a. mit Lynn Shapiro, Maureen Fleming
und John Zorn. Als Constanza Macras 2001 nach New York kam, engagierte
sie Jared Gradinger für die Performance Dolce Vita 2001 beim
Downtown Arts Festival. Wenig später zog Jared nach Berlin
und tanzt seither bei Dorky Park. Neben seiner Arbeit als Tänzer
hat er einige Kurzfilme realisiert.
Tanz
________________________H
Ulrike Haage
Ulrike Haage is border-crosser, pianist,
keyboard-artist, electronic musician, sound-searcher, composer,
sound-play-author, director, publisher - a versatile musician
who does not fit in any categorisation.
Ulrike Haage grew up in the area of Ruhr / Germany (Ruhrgebiet).
She studied in Hamburg music and music-therapy from 1985 to '89
and had a teaching position in the university with the perspective
of a successful career within this institution. She was founder,
pianist and composer of "Reichlich Weiblich" (translated:
plenty female), the first all-women big band in Germany.
Ulrike Haage has been collaborating with Katharina Franck since
1989. Together they formed the core members of the Rainbirds.
She never wanted to be a pop-star, but has found she can't help
it. Between tours and recording sessions for the Rainbirds, there
were other areas of artistic expression for Ulrike Haage; as the
theatrical music group Stein (stone), the writing of scores for
some of the leading directors at playhouses in several cities,
or the improvisation with the musician FM Einheit (unit) in the
group Vladimir Estragon, which later became Goto. Here, she extended
her already wide spectrum of musical sources to include electronic
sounds.As part of the trio Ammer/Haage/Einheit she composed three
award-winning, publicly performed audio operas. From 1999 she
began collaborating intensively with actress Meret Becker.
Since this time her work has increasingly concentrated on developing
a unique style that fuses poetry and music into a single language.
She composed the music for the album "Reise Toter" (journey
of dead men) in cooperation with the poet Durs Grünbein;
with the detective novel author Thea Dorn she developed the artwork
"Bombsong" and she set the "Last Words" of
William S.Burroughs as well as the written testimonies of the
sculptor Louise Bourgeois into music.
Last year, Ulrike Haage has been invited to spent 14 days in
Kabul by the just reopened Goethe-Institute/Kabul, where she directed
a workshop ending with a great concert, together with native musicians.
In November 2003 she received the German Jazz-price "Albert-Mangelsdorff-Preis"
at the Jazz-Festival in Berlin for her "outstanding and continuous
achievements in Jazz-music" and her "lifework-achievement".
www.u-version.com
Johannes M. Hedinger,
Com&Com, Zürich
Johannes M. Hedinger und Marcus Gossolt gründeten 1997 das
Label Com&Com (Commercial Communication). Sie produzieren
Filme, Kunst, Theaterstücke, Musik und Bücher, die die
Grenze zwischen High Art und Low Culture thematisieren. Parasitär
besetzen sie vorhandene Kommunikationswege der Werbung und Massenmedien
für ein listiges Inszenierungsspiel von Original und Fälschung.
2003 entwarfen sie eine urbane Legende sowie ein Denkmal mit Namen
mocmoc für das Städtchen Romanshorn am Bodensee. Die
Enthüllung des Denkmals - ein in Pokemon/Jeff Koons-Manier
gehaltenes Fabeltier aus Hartplastik - löste anhaltende Bürgerproteste
und eine veritable politische Krise aus. Ihr Film C-Files: Tell
Saga ist ein perfekt inszenierter Trailer zu einem abendfüllenden
Spielfilm, mit dem Com&Com zur Biennale Venedig 2001 eingeladen
wurde. Ihre Kataloge imitieren Fanbücher, ihr Video-Clip
Side by Side (2002) landete in den Top 10 der Schweizer Charts.
Derzeit arbeitet Com&Com an einem Roadmovie in der Wüste
um Las Vegas. 
www.com-com.ch
Film
Eduardo Hermanson,
alias Willow, Rio de Janeiro
1999 beginnt Willows Tanzkarriere mit einem Gastengagement in
COMRUA, einer kleinen Tanzcompany in Niterói. Fasziniert
von den Bewegungen und den schnellen Beats des Street Dance nimmt
Willow an einer Audition teil und wird Mitglied der GRN (Grupo
de Rua de Niterói). Seitdem ist er ein entscheidender Tänzer
der Company, die zur Zeit vor allem die Beziehungen zwischen Street
- und Contemporary Dance erforscht.
www.grupoderua.com.br
Tanz
Helmut Höge,
Berlin
Journalist und Autor, Mitarbeit bei Pflasterstrand, ID, Frankfurter
Rundschau, Transatlantik und der taz. 1989/90 Rinderpfleger in
der LPG Thomas Müntzer Saarmund, danach Herausgeber der Narva-Betriebszeitung
Lichtquelle und der Information Ostwind der ostdeutschen Betriebsräteinitiative,
daneben Mitarbeit bei Neues Deutschland, Junge Welt, Freitag.
Ghostlektor für rund ein Dutzend ausländischer Autoren.
Demnächst erscheinen unter eigenem Namen die Bücher
Neurosibirsk, Agronauten und WPP (Wölfe-Partisanen-Prostituierte).
Vortrag
________________________J
Darius James,
New York / Berlin
seit Ende der 90er Jahre in Berlin lebender Kultautor aus den
USA. Seine Bücher Negrophobia (1992), That's Blaxploitation!
(1995) und Voodoo Stew (2003) thematisieren die Rolle der Afroamerikaner
in der US-amerikanische Popkultur sowie die rassistischen Ikonographien,
die sie begleiten.
www.verbrecherverlag.de/autor.php?id=18
Vortrag
________________________K
Stefan Kaegi,
unterwegs
Kaegi studierte Kunst in Zürich und Angewandte Theaterwissenschaft
in Gießen. Zusammen mit Bernd Ernst gründete er das
Label Hygiene Heute, um theatrale Ready-Mades auf die Bühne
zu holen. So wurden in Kaegis Audiotour Kirchner und der Schnitzeljagd
Skrot. The Krakow Files die Städte Frankfurt, Gießen,
München und Krakau zum begehbaren Bühnenbild. Unter
dem Label Rimini Protokoll (mit Helgard Haug und Daniel Wetzel)
arbeitet Kaegi an Themen wie mitteleuropäischen Todesarten
und Rechtsprechung. Politisch Furore machte die Gruppe, als sie
während des Festivals Theater der Welt 2002 im alten, mittlerweile
leer stehenden Parlamentsgebäude in Bonn eine aktuelle Berliner
Bundestagsdebatte mit Laiendarstellern nachstellte. Mit Deadline
ist Rimini Protokoll zum Theatertreffen 2004 nach Berlin eingeladen.
www.rimini-protokoll.de
www.hygieneheute.de
Konzeptkunst
Laura Kikauka,
Meaford / Berlin
ist eine selbsternannte Techno-Nymphe und Profi-Heimwerkerin,
die das Außergewöhnliche im Alltag findet. Sie kreiert
detaillierte collect-o-holic Environments aus Ramsch und Abfallprodukten,
in denen sich unorthodoxe Techniken und persönlichen Erfahrungen
gegenseitig befruchten. Sie gründete einige legendäre
Clubs in Berlin: The glowing Pickle, Spätverkauf und Schmalzwald,
und war an zahlreichen internationalen Ausstellungen beteiligt.
Die Hälfte der Zeit ist sie Miss Management' um ihre
Produkte zu vermarkten und die andere Hälfte der Zeit Miss
Understood' um sie zu erklären. Die Hälfte ihre Zeit
verbringt sie in der Funny Farm in Meaford, Ontario und die andere
in Berlin. 
www.aktionsgalerie.de/dna/deutsch/ausstellungen/kikauka/
Ehrenpräsidentin
Mxolisi George Khumalo,
Born in Soweto in 1971 Mxolisi George Khumalo came to dance via
football, running, boxing and the street-dancing cult of his township.
After a stint as a waiter he quickly understood how important
dance was for him and began taking classes with the Kopano Community
Project. Later he was collaborating with the South-African choreographer
PJ Sabbagha and giving classes himself to children. He arrived
at PARTS in 1997 where he worked with, Thomas Hauert, Jonathan
Burrows, Matthias De Koning and others. During his study period
he also created a duet with fellow student Moeketsi Koena Blomplek.
For his graduation he choreographed a solo, Ulozi in June 2000
followed by Flush in December of that year. Throughout the year
of 2000 he participated in the Brussels version of the Bal Moderne
where his dance Codesa, set to Kwaito, (South African hip-hop)
was an unprecedented success. He is currently working on a new
group piece.
Tanz
Mischa Kuball,
Düsseldorf
Kuball verknüpft sein Interesse an Architektur, urbanen Strukturen
und Psychologie mit den Optionen der Bildenden Kunst. Seine Lichtinstallationen
sind temporäre Eingriffe in den bestehenden Stadtorganismus.
Er nutzt vorhandene und funktionale Lichtressourcen und verarbeitet
sie zusammen mit historischen Recherchen und Interviews mit Anwohnern
zu skulpturalen Gesamtprojekten, so z. B. ein Bürohochhaus
(Düsseldorf), eine Synagoge (Stommeln bei Köln) oder
den Gauleitungsbunker in Lüneburg. Sein Projekt für
Berlin beschäftigt sich mit dem Gelände des ehemaligen
Kulturforums am Potsdamer Platz. Kuball erhielt unter anderem
1991 das Stipendium für zeitgenössische Fotografie der
Alfred Krupp von Bohlen und Halbach Stiftung (Essen), den Förderpreis
Bildende Kunst des Landes NRW, ein Arbeitsstipendium des Kunstfonds
und ein Stipendium der Villa Massimo. 1999/2000 war er Gastprofessor
an der Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig. 
www.kuball-art.de
Lichtdesign
Merle Kröger,
Berlin
studierte Filmwissenschaft und Journalismus in Berlin und arbeitet
seit 1987 als Künstlerin, Kuratorin und Filmemacherin. Kröger
war Mitbegründerin und Mitglied der Autoren- und Produzentengruppen
Botschaft e.V. und dogfilm. Gemeinsam mit Philip Scheffner gründete
sie 2001 die Medienkunstplattform pong, ein Label für Videokunst
und elektronische Musik. Ihr erster Krimi Cut! (Argument Verlag
Hamburg 2003) spielt in Hamburg und Bombay.
www.pong-berlin.de
Film
________________________M
Constanza Macras,
Dorky Park, Buenos Aires / Berlin
Macras entwickelt ihre Stücke als Assoziationsschleudern
von sozialen Realitäten, von MTV- und Werbeclips sowie lokalem
Berliner Streetdance und Slang. Ihre Compagnie Dorky Park ist
eine community der Tanzaktivisten, begabt in Artistik, Slapstick
und Striptease. Macras absolvierte eine Tanzausbildung und ein
Fashion Design Studium in ihrer Geburtsstadt Buenos Aires und
nahm Unterricht in den Studios von Merce Cunningham und Amanda
Miller. Zuletzt bespielte Dorky Park mit dem Stück Back to
the Present mehrere Etagen in einem leer stehenden Berliner Kaufhaus
und erarbeitete mit libanesischen Kinderrappern aus Neukölln
das Stück Scratch Neukölln, eine Produktion des Hebbel
am Ufer, das im Sommer 2004 zu verschiedenen großen Festivals
eingeladen ist. 
www.dorkypark.org
Tanz
Sarat Maharaj,
London
Professor für Kunstgeschichte und -theorie am Goldsmith College,
University of London; Mitarbeiter in Forschungsprojekten an der
Jan Van Eyck Akademie in Maastricht und Rudolf-Arnheim-Professor
an der Humboldt Universität, Berlin. Sarat Maharaj ist ein
renommierter Kurator und Kulturtheoretiker, u. a. war er 2002
bei der Dokumenta XI in Kassel als Co-Kurator und 2001 als Kurator
von Optical.Retinal.Visual.Conceptual am Museum Boijmanns van
Beuningen in Rotterdam tätig. Er ist Mitglied im Beirat des
Journals Third Text and Visual Culture Writing und schreibt und
hält Vorträge zur zeitgenössischen Kunst und Kunstproduktion.
www.documenta.de/data/german/index.html
Vortrag
________________________O
Francis K. Onwochei,
Lagos
begann seine Karriere 1985 als Schauspieler am National Arts Theatre,
Lagos. Seit 1990 arbeitet er in der neu entstehenden Filmszene
von Lagos und produzierte u. a. die Spielfilme Raging Storm. Final
Onslaught (1998), Tansi (1999) und Saving Alero (2000). Er führte
Regie bei zahlreichen TV-Serien, Filmberichten und Werbespots.
1991 schloss er sein Studium der Kartographie und Vermessung an
der Federal School of Survying oyo Nigeria ab. Francis Onwochei
ist derzeit Generalsekretär der Independent Television Producers
Association of Nigeria (ITPAN) und Generaldirektor der Frankochei
Productions Limited, einem Film- und Fernsehunternehmen in Lagos.
Vortag
________________________P
Puppetmastaz,
Berlin
Aus Berlin schreitet unaufhaltsam ein Haufen Handpuppen voran,
um die Menschen endgültig von ihrem unverdienten Thron zu
stoßen. Als Waffen dienen ihnen durchgedrehte Electro Beats
und freshe MCs. Die Puppetmastaz sind die Schnittstelle zwischen
der Muppet-Show und Peter Jacksons Film Meet The Feebles. 
www.puppetmastaz.de
Animation (Die Puppe)
________________________Q
Qian Yi,
New York
studierte bereits im Alter von zehn Jahren an der Shanghai Opera
School die Techniken der Kunju Oper. Das chinesische Kulturministerium
attestierte Yi, die beste Kunju-Darstellerin der Nation zu sein.
Seit dem Welterfolg Pfingstrosen Pavillon arbeitet sie mit Cheng
Shi-Zheng zusammen. Sie unterrichtet Gesang in den Vereinigten
Staaten und hält zur Zeit außerdem eine Dozentur am
Barnard College inne.
Schauspiel / Gesang
_______________________R
Paul Rooney,
London
arbeitet mit Text, Video, Sound und macht Videoclips, CD Editionen
(Rooney' CD's), Performances, kleine Opern und Variety Nights.
Er untersucht die sozialen und persönlichen Aspekten der
Unterhaltungskultur in Komödien, im Storytelling und im Chorgesang.
Seine Protagonisten und Mitarbeiter sind Angestellte, Schulkinder
und das Publikum in TV Studios.
In der zweiten Jahreshälfte 2004 zeigt die Londoner Galerie
Gasworks gemeinsam mit der Angel Row Galerie Nottingham eine von
ihm kuratierte Gruppenausstellung mit Sound-Arbeiten, Videos,
Installationen und Filmen. Thema ist die Transformation und Entfremdung
des Alltags durch Musik. Er war Tate Liverpool MOMART Fellow 2002/2003
und hatte unlängst Ausstellungen in Melbourne, Stockholm,
Toronto, Sienna, New York, Washington, St. Petersburg and Utrecht.
________________________S
She She Pop was founded
in 1993 at the Institut für Angewandte Theaterwissenschaft
in Gießen. Its members are Johanna Freiburg, Fanni Halmburger,
Lisa Lucassen, Mieke Matzke, Katharina Oberlik, Ilia Papatheodorou,
Berit Stumpf and Sebastian Bark. As a performance collective,
we are committed to an ensemble work which emphazises the sharing
of history and performative qualities and encourages equal involvement
in the work process. Also, because of that, the traditional hierarchy
of author, narrator and protagonist is suspended in our performances.
The performer as an authorized agent on stage becomes liable.
This liability has become one of the prevailing statements and
noted features of our work.
In the past years we have worked on a series of performances
that are designed by rules. They are in fact games and not plays
anymore. Whether it be an auction for the audience ("TRUST!",
1998), where the performers and their artistic qualities are for
sale, a live game show ("Live!", 1999), where we compete
for the favour of the audience or a race against time ("RULES",
2001), the members of She She Pop enter as candidates or players.
In every show, our individual fate unfolds on stage under the
eyes of the witnessing spectators and with their participation.
As the performance is actuated and shaped by the immediate logic
of the competition or the game, we are well trained in combining
attributes, prejudices, successes and misfortunes into an instant
stage biography and offering it to the audience for identification.
Staging ourselves has become our game, our urge, our mission,
our risk. Each production presents a theatre space where the audience
watching is made visible. And because it is visible, everything
the performer does compulsively turns into a performance. It is
a very uncomfortable situation as both sides are on display. The
conditions and relations are often the topic of a verbal discourse
between performers and audience. It has to be endured with self-irony,
openmindedness and a streak of exhibitionism.
Tanz
Niels "Storm" Robitzky,
born in northern German in 1969, is a self-taught dancer who studied
the hip-hop techniques of B-Boying, Locking and Popping in depth
in the 1980s. With countless contacts with hip-hop dancers of
the first generation and on travels through Europe and North America
he has brought his experiences into this style of dancing. Since
1993 Storm has been living in Berlin where he founded the company
"The Storm & Jazzy Project" in 1996, which presented
its choreography in theatres and festivals in Europe until the
late 90s. In 2000 Storm choreographed the opening gala for the
Expo in Hanover and his first solo in 2001: "Solo for two",
which has been on tour in Europe since then. The European dance
project "Urban Dance Styles" in Amsterdam followed in
2002. Since 2000 Storm has received invitations from the Goethe
Institute, as in 2001 with the choreography "Tá Limpo!"
and 2002 with "Solo for two", "Tá Limpo!"
and the duo "Men at work" in Sao Paulo. His new creation
was premiered in 2003: "Slippin' & Slidin'" in Aix-en-Provence
Tanz
SubREAL,
Bukarest / Amsterdam
Calin Dan und Iosif Király gründeten SubREAL 1990
in Bukarest. Dan studierte zuvor Kunstwissenschaften und arbeitete
als Kunstkritiker und Kurator. Király ist ausgebildeter
Fotograf. Mit Arbeiten wie dem Arta Archiv und Interviewing the
Cities etabliert das Duo soziale und urbane Archive, die anschließend
performativ bearbeitet werden. SubREAL war zu Gast bei wegweisenden
Gruppenausstellungen wie der Istanbul Biennale (1992), Biennale
Venedig (1993, 1999), Manifesta 1 (1996), Berlin Biennale (1998).
Im Neuen Berliner Kunstverein (1996), im Künstlerhaus Bethanien
(1995) und in der Akademie Schloss Solitude wurden Einzelausstellungen
gezeigt. 
www.plueschow.de/fellows/subreal/
Konzeptkunst
________________________T
Bernhard Thome,
Berlin
studierte Malerei an der Kunstakademie Karlsruhe (Kirkeby/Antes/Th.Kaminsky)
und war Meisterschüler bei Stefan Huber. Von 1992-98 arbeitete
er mit abcd (art by comprehensive developement), hatte daneben
die Firmenleitung bei der Firma HdK (Immobilien/Bauen und Finanzen)
inne und absolvierte eine Kochausbildung. Seit 1998 war er Mitbegründer
verschiedener Galerien und arbeitet seit 2002 im Zagreus-Projekt
und bei concept catering an der Schnittstelle von Kunst und Kochen
Akademie Kantine
Neville Tranter,
Stuffed Puppet Theatre, Toowoomba / Amersfoort
1976 gründete Tranter das Stuffed Puppet Theatre in Australien,
das er als Schauspieler, Stimmkünstler und Puppenspieler
seitdem zur Legende gemacht hat. In seinen Aufführungen kreiert
er mit der Konzentration eines Nô- oder Bunraku-Spiels und
der Burleske des Kasperletheaters ein oszillierendes Bild des
Bösen. In seiner Inszenierung Schicklgruber - Alias Adolf
Hitler ließ er Hitler, Göbbels, Göring und Eva
Braun auftreten und wagte den Spagat zwischen verkitschten Feindbildern
und der Undarstellbarkeit des Grauens. Das Stuffed Puppet Theatre
wurde zu zahlreichen Festivals eingeladen und erhielt diverse
Auszeichnungen, u.a. den Preis für Beste Performance beim
World Festival of Puppet Art in Prag 2001 und den Grand Prix in
Zagreb 2002. 
www.stuffedpuppet.nl
Animation ( Die Puppe)
________________________W
Marina Warner,
London
Autorin zahlreicher belletristischer und wissenschaftlicher Bücher
mit den thematischen Schwerpunkten Magie, Folklore und Weiblichkeit.
Warner erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u.a. wurde ihr als zweiter
Frau die Ehre zuteil, die BBC`s Reith Lectures (1994) halten zu
dürfen. Publikationen u. a.: Managing Monsters: Sech s Mythen
unserer Zeit (1994), eine kritische Analyse der Funktion von Mythen
in der zeitgenössischen Gesellschaft. Vom Tier zur Blondine:
Über Märchen und ihre Erzähler (1994) und No Go
the Bogeyman: Scaring, Lulling, and Making Mock (1998). 2002 erschien
Fantastische Metamorphosen, Andere Welten. Zur Zeit arbeitet sie
an einer Studie über Geister und ihre Verkörperungen:
Figuring the Soul.
www.marinawarner.com/
Vortrag
Dorothee Wenner,
Berlin
Freie Filmemacherin, Journalistin, Autorin zahlreicher Bücher
und Mitglied im Auswahlkomitee Internationales Forum des Jungen
Films/Berlinale. Studium der Literaturwissenschaft in Hamburg.
Seit 1988 lebt Dorothee Wenner in Berlin und schreibt unter anderem
für die taz und Die Zeit. Ihre letzten Filme waren Die Polen
vom Potsdamer Platz (1998), Ladies Special - Der Frauenzug von
Bombay (1999) und Happy end in Switzerland (2001). In Wenners
Videoinstallation Unser Ausland werfen in Berlin lebende Ausländer
einen prüfenden Blick auf Deutschland. Die Experten aus verschiedenen
Ländern begeben sich mit ethnographischem Spürsinn auf
Feldforschung und kommentieren deutsche Sitten und Eigentümlichkeiten.
So erläutert etwa ein Bulgare das deutsche Vereinswesen oder
ein indischer Innenarchitekt das Konzept der Gemütlichkeit.
Unser Ausland tourt seit einem Jahr durch Deutschland. http://gesichterzeigen.de/unser_ausland/unser_ausland.html
Vortrag
Jossi Wieler,
Zürich, Berlin
1951 geboren in der Schweiz, lebte und studierte von 1972 bis
1980 in Israel und inszenierte dort am Habima National Theater.
Seit 1982 arbeitet er als Theater- und Opernregisseur in Deutschland
und in der Schweiz. Jossi Wieler gilt als einer der radikalsten
und klügsten Regisseure der Gegenwart. Seine furiosen, vielfach
ausgezeichneten Inszenierungen entstehen in engem Dialog mit Ensemble,
Bühnenbild und Dramaturgie. Die nachdenkliche Lektüre
jeder sprachlichen und psychologischen Nuance eines Textes führt
bei Wieler zu immer wieder anderen Formerfindungen und verblüffenden
theatralen Umsetzungen. Zu seinen bekanntesten Inszenierungen
zählen Elfriede Jelineks Wolken.Heim. (Schauspielhaus Hamburg,
1994) und er nicht als er (Salzburger Festspiele, 1998), Moses
und Aaron (Staatsoper Stuttgart, 2003), Ariadne auf Naxos (Salzburger
Festspiele, 2001) und Alkestis (Münchner Kammerspiele, 2002).
Schauspiel / Gesang
>>
nach oben
|