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Konzeptkunst
STADTINSZENIERUNG. TOURISMUS.
SYMBOLE & MONUMENTE.
Stefan
Kaegi, Schweiz
30. August - 10. September
SHORT CUT. THE BERLIN FILES.
Wenn die Stadt eine Bühne ist, was ist dann ihr Stück?
Stefan Kaegi betrachtet den urbanen Alltag als Theater: "Wir
haben die Erfahrung gemacht, dass die meisten Menschen nur sieben
oder acht Pfade durch ihre Stadt kennen. Ein Blick nach oben oder
zur Seite eröffnet eine neue Stadt, wir versuchen Türen
zu öffnen. Die Textstränge unserer Hör-Theaterstücke
sind nur lose zusammengefügt. Die Lücken schließt
das teilnehmende Publikum. Jeder inszeniert sich seinen eigenen
Film."
Mit Hilfe von Kopfhörern, Briefen, Spiegeln, Projektoren
und einfachen Requisiten werden Alltagssegmente vor Ort zu Ready-Made
Theateraufführungen inszeniert. Jeder Ausblick ein Bühnenbild,
jede Perspektive das Fragment einer Szene, jeder Passant ein Statist
oder Theaterzuschauer. Kaegis Akademieprojekt wird - wie bei einer
Schnitzeljagd - neue Spuren durch Berlin legen: schriftliche Handlungsanweisungen
für eine Aufführung, die sich der Zuschauer gehend und
schauend selbst erfindet. "Die Dramaturgie der Berlin Files
schreibt sich nach den Prinzipien der Fernsteuerung fort. Jede
hinterlegte Botschaft ist auch ein Fenster zu einem Studenten
der Akademie und gleichzeitig eine neue Szene in einem Rätsel.
Wer die Aufführung zu Ende sehen will, muss Requisiten wie
Indizien studieren."
Gemeinsam mit den Studierenden werden theatrale Stadtführungen
entwickelt, die auch nach Ende der Mobilen Akademie für interessierte
Berliner & Touristen begehbar sein sollen.
Dem Kurs dient Michel de Certeaus Kunst des Handelns als Logbuch;
der Film Orphée von Jean Cocteau wird nach Querverweisen
überprüft. Die Workshopteilnehmer werden außerdem
gebeten, eine Beschreibung, Fotos, ein Video oder eine Tonaufnahme
einer Wohnung aus ihrer Heimatstadt mitzubringen. Gesucht wird
schließlich ein Raum, in dem man untertauchen könnte.
Dieser Unterschlupf soll als Zufluchtsort nach Berlin versetzt
und eingepasst werden.
SubREAL,
Rumänien
11. September - 19. September
INTERVIEWING BERLIN
Das Projekt Interviewing the Cities verfolgen SubREAL seit Mitte
der 90er Jahre; bislang hat es in Wien, Amsterdam, Helsinki, Montreal,
Straßburg, Turku und Stockholm stattgefunden. Interviewing
the Cities arbeitet mit den Mitteln der Fotografie, des Films,
der Postkarte und kann als Installation, Performance oder als
ausgestelltes Archiv sichtbar werden.
In Berlin wird das Projekt vorrangig der Frage nachgehen, wie
sich der Einzelne zur Stadt, zu ihren konkreten kulturellen Werten
und architektonischen Gegebenheiten, die in Monumenten, Denkmälern
und Museen zum Ausdruck kommen, ins Verhältnis setzt. Dabei
geht es zum einen um die Beziehung zwischen privatem und öffentlichem
Raum, zum anderen darum, wie städtische Identität und
kollektive Erinnerung von kultureller Symbolsetzung und öffentlicher
Raumordnung geprägt werden. Welches Verhältnis hat der
Einzelne zu den Repräsentativbauten seiner Stadt. Versuchsweise
sollen auch urbane Modelle des letzten Jahrhunderts auf die heutige
städtische Struktur übertragen werden.
Eine teilnehmende Beobachtung an der Stadt Berlin mit Spaziergängen,
Kartographierung spezifischer Orte, öffentlichen Interventionen
und Präsentationen.
In diesem Kurs sind alle Disziplinen willkommen.
Kenntnisse in Fotografie, Video, Audio erwünscht.
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