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Tanz
FOLKLORE. MASSENMEDIEN. TREND.


30. August - 19. September

Hip Hop hat stilbildendes Potential nicht nur für Ghettokids. Mit dem Gestus der Subkultur, der medienwirksam verkauft wird, wurde er schnell zur Folklore einer Jugendkultur.
"Hip Hop hat ein fruchtbares und innovatives Tanzvokabular eingeführt. Jetzt muss die Krise folgen. Ich glaube, dass eine analytische Zerlegung dieses Vokabulars neue ästhetische Entdeckungen möglich machen wird."
Aus einer Generation stammend, die vor allem durch das Fernsehen sozialisiert wurde, übernahm Bruno Beltrão die Methode des Zapping für seine Choreographien. Er scheint über Streetdance zu informieren, macht diesen aber durch Hinzufügen unterschiedlicher Bewegungsstile immer komplexer und bricht das Angebot der Identitätsbildung durch Streetdance-typischen moves der Tänzer. Ziel des Akademiekurses ist eine detaillierte Untersuchung des Hip Hop Bewegungsrepertoires, bei der die vorgefundenen ästhetischen, politischen und choreographischen Implikationen des Tanzes hinterfragt werden. Darüber hinaus wird auch am Bewegungsrepertoire der teilnehmenden TänzerInnen gearbeitet.
Die Kursteilnahme erfordert - neben der reflexiv-analytischen Arbeit - vor allem außerordentlichen körperlichen Einsatz. Jeder Kursteilnehmer sollte zudem in der Lage sein, wenigstens einen der so genannten "urban dances", wie popping, locking oder b-boying exzellent zu performen.


09. September - 11. September

Macras Produktionen sind eine Attacke auf die Ästhetik der Warenwelt und ihre Personifikationen. Der Angriff beginnt als Sozialkritik, steigert sich in ein tänzerisches Delirium der Beliebigkeit aller Zeichen und der Entwertung aller Inhalte, bis nur das Konzept einer gnadenlosen Hässlichkeit bleibt. Das ist der Moment, in dem man verschnaufen, sich neu sortieren und Freundschaften schließen kann. In drei Tagen werden verschiedene Tanzvideos zersetzt, neu gefilmt und am dritten Tag live performt.

Ein Arbeitsgespräch mit Sasha Waltz, der Choreographin und Co-Intendantin der Schaubühne am Lehniner Platz, ein Besuch des Gastspiels Nefes von Pina Bausch während des Festivals Tanz im August und eine Präsentation von Bettina Masuch, Kuratorin für Tanz am Hebbel am Ufer, sind Teil des Kursprogramms.