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Tanz
FOLKLORE. MASSENMEDIEN. TREND.
Bruno
Beltrão und Eduardo
Hermanson, Brasilien
30. August - 19. September
URBAN BREAKS AND DANCES
Hip Hop hat stilbildendes Potential nicht nur für Ghettokids.
Mit dem Gestus der Subkultur, der medienwirksam verkauft wird,
wurde er schnell zur Folklore einer Jugendkultur.
"Hip Hop hat ein fruchtbares und innovatives Tanzvokabular
eingeführt. Jetzt muss die Krise folgen. Ich glaube, dass
eine analytische Zerlegung dieses Vokabulars neue ästhetische
Entdeckungen möglich machen wird."
Aus einer Generation stammend, die vor allem durch das Fernsehen
sozialisiert wurde, übernahm Bruno Beltrão die Methode
des Zapping für seine Choreographien. Er scheint über
Streetdance zu informieren, macht diesen aber durch Hinzufügen
unterschiedlicher Bewegungsstile immer komplexer und bricht das
Angebot der Identitätsbildung durch Streetdance-typischen
moves der Tänzer. Ziel des Akademiekurses ist eine detaillierte
Untersuchung des Hip Hop Bewegungsrepertoires, bei der die vorgefundenen
ästhetischen, politischen und choreographischen Implikationen
des Tanzes hinterfragt werden. Darüber hinaus wird auch am
Bewegungsrepertoire der teilnehmenden TänzerInnen gearbeitet.
Die Kursteilnahme erfordert - neben der reflexiv-analytischen
Arbeit - vor allem außerordentlichen körperlichen Einsatz.
Jeder Kursteilnehmer sollte zudem in der Lage sein, wenigstens
einen der so genannten "urban dances", wie popping,
locking oder b-boying exzellent zu performen.
Constanza
Macras, Jil
Emerson und Jared
Gradinger, Argentinien / USA / Deutschland
09. September - 11. September
DER NEUE VIDEOCLIP - NICHT COOL, KEINE INSIDER
IRONIE, OHNE HIPNESS-STRESS.
Macras Produktionen sind eine Attacke auf die Ästhetik der
Warenwelt und ihre Personifikationen. Der Angriff beginnt als
Sozialkritik, steigert sich in ein tänzerisches Delirium
der Beliebigkeit aller Zeichen und der Entwertung aller Inhalte,
bis nur das Konzept einer gnadenlosen Hässlichkeit bleibt.
Das ist der Moment, in dem man verschnaufen, sich neu sortieren
und Freundschaften schließen kann. In drei Tagen werden
verschiedene Tanzvideos zersetzt, neu gefilmt und am dritten Tag
live performt.
Ein Arbeitsgespräch mit Sasha Waltz, der Choreographin und
Co-Intendantin der Schaubühne am Lehniner Platz, ein Besuch
des Gastspiels Nefes von Pina Bausch während des Festivals
Tanz im August und eine Präsentation von Bettina Masuch,
Kuratorin für Tanz am Hebbel am Ufer, sind Teil des Kursprogramms.
KursteilnehmerInnen: Tänzer und Tänzerinnen
mit Verve
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