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Schwarzmarkt für nützliches
Wissen und Nicht-Wissen
Die halluzinierte Volkshochschule
der Mobilen Akademie mit 100 Experten aus Berlin
Buchen Sie einen Experten für eine 1/2 Stunde
und für 1 € !
Der Check-in ist ab 19.00 Uhr geöffnet, fortwährend
Einlass bis 23.00 Uhr.
(Wo
Wissen weitergewispert wird, von Ingrid Scheffer, Goethe-Institut,
Online-Redaktion)

alle Fotos von Jürgen Baumann
Der Schwarzmarkt ist ein Schau- und Produktionsraum, in dem erzählerische
Formate der Wissensvermittlung ausprobiert und präsentiert
werden.
Am 7. Mai lexikalisieren wir live jene Begriffe, die in den vergangenen
drei Mobilen Akademien eine wesentliche Rolle gespielt haben. Die
Zuschauer/ Klienten können aus 42 Schlagwörtern auswählen:
von A wie "Arbeit" bis U wie "Urbanismus".
An 100 Einzeltischen sitzen Experten, die einen Ausschnitt ihres
Wissens anbieten, der sich in 30 Minuten erzählen und erlernen
lässt. Über Kopfhörer kann man außerdem in
die anderen Dialoge hineinhören.

Parallel zum Schwarzmarkt spricht die Professorin für Soziologie
und Sozialpsychologie Dr. Barbara Duden über: "Der Körper
als Ort des Lernens und Schauplatz des Vergessens". Ihre Gesprächspartner
sind die Theaterwissenschaftlerin Barbara Gronau und Dr. Christoph
Wulf, Professor für Historische Anthropologie.

Die Historikerin Barbara Duden arbeitet seit nahezu dreißig
Jahren an einer Entgrenzung der Geschichtswissenschaft. Der von
ihr initiierte Forschungsansatz verknüpft seit den 1980er Jahren
unter dem Titel Körpergeschichte verschiedene Methoden
der Frauenforschung sowie der Sozial-, Medizin- und Wissenschaftsgeschichte.
Im Zentrum ihrer Überlegungen seht die Frage nach der Leiblichkeit
als blindem Fleck historischer und gegenwärtiger
Wissenschaftspraxis.
Der Erziehungswissenschaftler Christoph Wulf widmet sich der Analyse
und Beschreibung des Lernens im Kontext von Mimesis, Ritual und
Performanz. Als Mitbegründer des Zentrums für Historische
Anthropologie hat seine Forschung dazu beigetragen, eine transkulturelle
und historische Perspektive auf den Menschen zu entwickeln, die
naturwissenschaftliche, historische und philosophische Perspektiven
verknüpft. Die darin auftretenden Fragen resultieren aus der
Diagnose einer Wiederkehr des Körpers.

Die Theaterwissenschaftlerin Barbara Gronau erforscht zeitgenössische
Ästhetiken des Theaters unter dem Aspekt des Performativen.
In ihrer Funktion als Dramaturgin zahlreicher Theaterprojekte verknüpft
sie diese Fragestellungen mit künstlerischen Praktiken des
Theaters.



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