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Do.
03.12.2009
Fr. 04.12.2009
Sa. 05.12. 2009
Von 19 – 23 Uhr
durchgehend geöffnet
HAU 1, Stresemannstr. 29,
Berlin


Konzept & Raum:
Mobile Akademie/Hannah Hurtzig
Raumgestaltung:
raumlaborberlin/Benjamin Foerster-Baldenius, Florian Stirnemann
Projektleitung Exzellenzcluster:
Prof. Dr. Irene Albers, Dr. Markus Edler
Team:
Carena Brenner (Recherche), Ina Driemel (Assistenz Film), Susanne Görres
(technische Leitung), Novina Göhlsdorf (Interviews), Karin Harrasser
(wissenschaftl. Beratung), Philipp Hochleichter (Abendspielleitung), Jörg
Johow (Kamera Silhouettenfilm), Ulrich Kalliske/Mathias Kirschke/Florian
Fischer (Ton Silhouettenfilm), Margret Meyer, Annette Heft, Annette Lazai
(Schriftdolmetscherinnen), Tito Knapp (Ton), Merle Kröger (Schnitt
Silhouettenfilm), Frauke Luther (Produktionsleitung), Hila Peleg (kuratorische
Beratung), Thomas Schmidt (techn. Produktionsleitung), Daniela Schöler
(Archivarin), Pit Schultz (Sound Design), Fridjof Vareschi (Produktionsassistenz)
Musiker:
Rabih Mroué, Querflöte
Schauspieler, Regisseur, Autor für Theatertexte und Performance Künstler,
Beirut
Margarita Zalite, Gesang
Auftrittsforscherin, Redenschreiberin, Sängerin, Riga
Mit besonderem Dank an die Studierenden der Graduiertenschule
und das Eye-Tracker-Team des Exzellenzclusters „Languages of Emotion“,
Stefanie Wenner, Elisabeth Knauf und die KollegInnen des Hebbel am Ufer,
Anja Lindner, Lisa Lucassen & Katze, und an das Haus der Kulturen
der Welt
Ein Projekt der Mobilen Akademie am HAU und des Exzellenzclusters
„Languages of Emotion“ der Freien Universität Berlin
Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds und
der Deutschen Forschungsgemeinschaft
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Am
Schauplatz der Intimität.
Eine Phantasmagorie
Mit einem
Silhouettenfilm, einem Parlamonium, im Schattenkarussell:
der Exzellenzcluster „Languages of Emotion“ der Freien
Universität Berlin, charismatischen Beratungen: „Cooling
Down Passion“ und einigen Oxytocinisten.
Zum 100. Jahrestag von Freud in Amerika! *
Zum 300. Geburtstag von Étienne de Silhouette! **
Für die meisten Empfindungen fehlt es an Worten.
Oder umgekehrt: Man hat immer nur jene Gefühle, für die
man Worte hat, die man definiert oder interpretiert. Dabei sprechen
wir notgedrungen in einem Jargon, in jener Sprache, die uns zur
Verfügung steht. Letztlich scheint dann das, was gefühlt
wird, dem zu entsprechen, was formuliert wird. So kreieren Erzählschablonen
Gefühle, assistiert von einem wuchernden Konsultations- und
Beratungsmarkt mit seinem in alle öffentlichen und privaten
Bereiche reichenden Terror einer therapeutischen Sprache.
Beobachten Sie Ihre verbalen Selbstvergewisserungsstrategien
und Ihre emotionale Selbstverzauberung am Schauplatz der Intimität!
Die neue Installation der Mobilen Akademie zeigt aktuelle wissenschaftliche
und poetische Formulierungsversuche für Erregung, Affekt und
Gefühl im Dialog.
Rede und Gegenrede und phantasmagorischer Wortmehrwert in einem
von 100 Silhouetten bevölkerten Jahrmarkt!
1
Languages of Emotion
Ein
Schattenkarussell mit wissenschaftlichen Schaustellern
2
20 Silhouettes on the
Shade
3
Cooling Down Passion
(oder das Ende der Selbstverbesserung)

Hebbel am Ufer, HAU1
Zeichnung: Florian Stirnemann
* Im
September 1909 reiste Freud nach Amerika. Seine fünf Vorträge
an der Clark University in Worcester (Massachusetts) machten ihn
über Nacht berühmt und waren der Startschuss für
die internationale Karriere der Psychoanalyse.
** Étienne
de Silhouette (geb. 1709), ein Protegé von Madame Pompadour,
war kurzzeitig französischer Finanzminister. Der Mann war ein
schlimmer Geizkragen: er führte die Vermögenssteuer für
Besserverdienende ein, setzte die Pensionen herab, wollte sogar
den Überrock abschaffen. Man sagte ihm nach, dass in seinem
eigenen Haus keine Gemälde hingen, sondern nur kostensparende
Scherenschnitte (er selber war sehr begabt im Herstellen dieser
Papierportraits). „À la silhouette“ – das
bedeutete Knauserigkeit, Kargheit und billige Kunst. |
Eine
6 minütige Dokumentation kann man auf youtube ansehen.
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